Heckenpflanzen sind bereits seit der frühesten Menschheitsgeschichte Begleiter unserer Gartenanlagen. Ihre vielseitigen Vorzüge sind nicht zu übersehen.
Als Umzäunung bieten sie neben Sichtschutz auch einen hervorragenden Windschutz. Aber auch die Geräuschdämmung ist nicht zu unterschätzen. Große Gartenanlagen nutzen Hecken auch als Begrenzung für Gehwege oder Beeteinfassungen. Der Begriff Laubengang oder Gartenlaube leitet sich ebenfalls von Heckenpflanzen her. Heute noch werden in vielen ländlichen Gebieten Hecken als Abgrenzung zwischen Feldern gepflanzt und bieten so neben dem Grenzschutz auch der Flora und Fauna naturnahen Lebensraum. Niederhecken erreichen eine maximale Höhe von etwa zwei Metern. Hochhecken bis zu einer Höhe von fünf Metern können beidseitig von niedrigeren Heckenpflanzen gesäumt werden. Die Hecken bieten nicht nur optisch eine Aufwertung Ihres Gartens, sondern ist auch ein wichtiges Biotop für unterschiedliche Lebewesen.
Jede Hecke bietet auch Lebensraum für die unterschiedlichsten Tiere. Vögel, Fledermäuse, Reptilien und Insekten nutzen dichte Hecken als Unterschlupf und finden hier auch ihre Nahrung. Amphibien nutzen zum Beispiel abgeworfenes Laub und Ähnliches zum Überwintern. Meisen, Amseln und weitere verschiedene heimische Vogelarten wissen die Heckenpflanzen als Brutmöglichkeit zu schätzen. So werden vielerorts bereits jene Heckenpflanzen gewählt, die den örtlichen Gegebenheiten entsprechen und der heimischen Flora angehören. Die Pflege von Hecken ist keine Hexerei. Grundsätzlich unterscheidet man drei Grundformen des Schnitts. Die im Querschnitt rechteckige, trapezförmige und eiförmige Hecke. Je nach persönlicher Vorliebe kann die Schnittform den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Die wichtigsten Vertreter unserer Breiten bei den Heckenpflanzen sind neben Eiben, Liguster und Weißdorn. Der Lebensbaum, beziehungsweise auch Thujen genannt, entstammt zwar nicht der heimischen Flora, wird aber gerne als Heckenpflanze verwendet. Die meisten Heckenpflanzen benötigen einmal im Jahr einen Formschnitt. Buchsbäume lassen sich in exquisite Formen schneiden, allerdings brauchen Sie viel Geduld. Der Buchs wächst nur sehr langsam. Koniferen sind recht schnellwüchsig und bilden eine dichte Hecke, allerdings müssen sie mindestens zweimal im Jahr beschnitten werden.
Eine Alternative zu den bekannten Formhecken sind frei wachsende Heckenpflanzen. Größere Gärten können mit blühenden Gehölzen eingefasst werden. Flieder zum Beispiel blüht nicht nur wunderschön, sondern überzeugt mit seinem einzigartigen Duft. Reizvoll ist auch die Kombination verschiedener Heckenpflanzen. Blutbuchen mit dem sattgrünen Liguster ergeben eine einzigartige Farbkombination. Hainbuchen oder Berberitzen verfärben im Herbst ihre Blätter und machen sie damit zu einem unübersehbaren Blickfang. Gepflanzt werden Heckenpflanzen am besten im Herbst. So haben sie genügend Zeit einzuwurzeln und können im Frühjahr sofort austreiben. Achten Sie aber bitte auf die Grundstücksgrenzen, sonst könnte es Ihnen passieren, dass auch Ihr Nachbar Anteil an Ihrer Hecke hat.