Kräuter aus dem eigenen Garten

Kräuter aus dem eigenen Garten sind nicht nur eine Bereicherung für Ihre Küche, sondern bieten auch Mehrwert für Ihre Gesundheit.







Nicht umsonst wurde bereits im Mittelalter der Kräutergarten zu einem der wichtigsten Grundpfeiler der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Naturvölker kennen zum Großteil auch heute noch nur die Therapie mit Kräutern oder Heilpflanzen aus ihrer näheren Umgebung. Und auch in unseren Breiten wird das Wissen um die Möglichkeiten der Kräuteranwendungen von Müttern an ihre Töchter weitergegeben. Ob frisch oder getrocknet ermöglichen es Kräuter in der Küche salzärmer, und damit gesünder, zu kochen. Und als wäre das nicht schon genug an Möglichkeiten, verschönern die Kräuter auch den Garten mit ihrer Farbenpracht und teilweise ihrem Duft, den ihre Blüten verströmen.
Geerntet werden Kräuter optimalerweise vormittags und Blüten kurz nach dem Aufblühen. Kräuter sollten Sie vor dem Verarbeiten immer trocknen lassen, um ihre Inhaltsstoffe optimal zu erhalten. Im Kühlschrank, in ein feuchtes Tuch gewickelt, halten sich Kräuter länger als in der frischen Luft. Eine der bekanntesten Sorten für den eigenen Garten ist der Knoblauch. Sie können ihn entweder im Herbst oder Frühjahr etwa mit einem Abstand von 20 cm setzen. Die Blüte ist im Hochsommer und Erntezeit ist der Spätsommer. Die antibakterielle und blutdrucksenkende Wirkung ist hinreichend bekannt.
In Töpfen und Kübeln kultiviert werden können Kräuter wie Basilikum, Majoran und Oregano. Diese Kräuter lieben warme, sonnige Standorte und sind entweder als einjährige oder mehrjährige Pflanzen erhältlich. Ihr aromatischer Duft lässt Erinnerungen an den letzten Urlaub in den Mittelmeerregionen entstehen. Basilikum ist in verschiedenen Sorten, mit roten Blättern oder Zitronenbasilikum, erhältlich. Oregano ist in unseren Breiten eher wenig in Verwendung, ist dafür aber in den Mittelmeerländern unverzichtbar. Oregano wird hier sogar Omeletten etc. verwendet.
Ein eigener Garten gibt Ihnen die Möglichkeit auch weniger bekannte Kräuter zu ziehen. Dill zum Beispiel wurde früher gern als Würzmittel mit verdauungsfördernden Eigenschaften ähnlich dem Kümmel verwendet. Sogar bei Einschlafstörungen soll Dill helfen. Currypflanzen gibt es als Currykraut, dies erinnert im Geschmack und Geruch an Salbei. Diese können hervorragend für mediterrane Gerichte verwendet werden. Meerrettich ist eine einfach zu ziehende Pflanze. Die Wurzel ist nach zwei bis drei Jahren erntereif und übertrifft mit ihrem Vitamin C Gehalt sogar Orangen. Ihre Wirkung auf Kreislauf, Verdauung und Appetit ist kaum zu überbieten. Aber nicht nur in der Küche lassen sich Kräuter trefflich verwenden. Auch als Tee, als Badezusatz oder angesetzt mit einem wertvollen Öl sind sie eine vorzügliche Alternative zu chemischen Zusätzen.

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